Der Herbst 🍁
Nach dem warmen Sommer wird die Erde wieder etwas abkühlen. Die Natur bereitet sich auf eine Pause vor.
Was passiert? Das ist die bunteste Zeit im Jahr! Die Blätter an den Bäumen werden gelb, rot oder braun und fallen schließlich wie ein bunter Teppich auf den Boden.
Die Tiere: Tiere wie Eichhörnchen sammeln jetzt fleißig Nüsse und Vorräte für die kalte Zeit.
Das Wetter: Es wird kühler, es regnet öfter und der Wind pustet kräftig. Perfektes Wetter, um draußen einen Drachen steigen zu lassen!
Wir haben ja schon darüber gesprochen, warum die Blätter bunt werden und wie sich Igel, Eichhörnchen und die Zugvögel vorbereiten. Aber es passiert noch viel mehr:
1. Die große Ernte-Party 🍎🎃
Der Herbst ist vielleicht die leckerste Jahreszeit! Alles, was im Frühling gepflanzt wurde und im Sommer gewachsen ist, ist jetzt endlich reif. Die Bauern und Gärtner haben richtig viel zu tun. Sie ernten riesige orangefarbene Kürbisse, knackige Äpfel, Birnen, Weintrauben und Kartoffeln aus der Erde. Aus den Kürbissen können wir dann leckere Suppe kochen – oder lustige und gruselige Gesichter für Halloween hineinschnitzen!
2. Kuschelfelle für die Tiere 🦊
Wir ziehen im Herbst dicke Pullover und Mützen an, wenn es draußen kühler wird. Aber was machen Tiere wie Füchse, Rehe oder Hasen, die im Wald bleiben und keinen Winterschlaf halten? Sie bekommen auch eine neue Jacke! Die Natur sorgt dafür, dass ihnen das dünne Sommerfell ausfällt. Dafür wächst ein viel dickeres, dichteres "Winterfell" nach, das wie ein richtig guter Thermo-Mantel funktioniert und den kalten Wind abhält.
3. Drachenwetter und Nebelgeister 🪁🌫️
Das Wetter ändert sich im Herbst sehr stark. Weil die Sonne nicht mehr so viel Kraft hat, kühlt die Erde langsam ab.
Der Wind: Warme und kalte Luft schieben sich am Himmel oft kräftig hin und her. Dadurch entsteht Wind, der über die leeren Felder pustet – das ist das absolut beste Wetter, um draußen einen bunten Drachen steigen zu lassen!
Der Nebel: Morgens sieht es draußen oft aus wie in einem Zauberwald. Wenn die Luft nachts sehr abkühlt, schwebt die Feuchtigkeit als dicke, weiße Wolke direkt über dem Boden. Das ist der Nebel.
4. Lichter im Dunkeln ✨
Erinnerst du dich an den Kreisel-Trick der schiefen Erde aus unserer ersten Geschichte? Weil wir uns auf der Nordhalbkugel jetzt langsam wieder von der Sonne wegneigen, werden die Tage immer kürzer. Wenn du morgens aufstehst, ist es oft noch dunkel, und auch beim Abendessen brauchen wir schon Licht. Das macht den Herbst aber auch richtig gemütlich: Es ist die perfekte Zeit, um bunte Laternen zu basteln und mit ihnen leuchtend durch die dunklen Straßen zu ziehen.
Leuchtende Herbst-Drachen für das Fenster 🪁
Die dunkler werdenden Herbsttage laden dazu ein, das warme, goldene Herbstlicht einzufangen. Diese Fensterdrachen sind nicht nur eine wunderbare Bastelarbeit, sondern verwandeln jedes Fenster in ein leuchtendes Kunstwerk, sobald die Sonne hindurchscheint. Die Kinder gestalten das bunte Transparentpapier wie ein Mosaik, und der flatternde Krepppapier-Schwanz bringt Bewegung ins Spiel.
Vorbereiten des Rahmens:
Nehmen Sie das Tonpapier und zeichnen Sie eine klassische Rautenform auf. Ein guter Richtwert ist eine Höhe von etwa 25-30 cm.
Schneiden Sie diese Raute aus.
Zeichnen Sie nun einen kleineren Rahmen innerhalb der Raute, etwa 2 cm vom Rand entfernt.
Schneiden Sie diesen inneren Teil vorsichtig aus. Sie erhalten einen stabilen, hohlen Rahmen in Rautenform.
Tipp: Das ausgeschnittene Innenteil können die Kinder für kleinere Bastelprojekte nutzen.
Gestalten des Mosaiks:
Bitten Sie die Kinder, das bunte Transparentpapier in viele kleine Schnipsel zu reißen oder zu schneiden. Die Schnipsel müssen nicht ordentlich sein – im Gegenteil, unregelmäßige Formen ergeben später ein besonders schönes Lichtspiel.
Tragen Sie Klebstoff auf die Rückseite des Tonpapier-Rahmens auf.
Die Kinder beginnen nun, die Transparentpapier-Schnipsel kreuz und quer auf den klebenden Rahmen zu drücken.
Achten Sie darauf, dass sich die Schnipsel leicht überlappen, damit keine Lücken entstehen.
Lassen Sie alles gut trocknen. Wenn Kleber über den Rand quillt, ist das kein Problem – er trocknet meist transparent.
Anbringen des Schwanzes:
Schneiden Sie aus dem Krepppapier lange, etwa 3 cm breite Streifen in verschiedenen Herbstfarben.
Die Kinder können die Streifen nach Belieben leicht drehen, falten oder einfach glatt lassen.
Kleben Sie die oberen Enden von 3-4 Krepppapier-Streifen an die untere Spitze des Drachenrahmens (auf die Rückseite, wo das Transparentpapier klebt).
Für den klassischen "Drachen-Look" können Sie noch kleine "Schleifen" aus Krepppapier auf die langen Streifen kleben, wie im Bild zu sehen.
Aufhängen und Staunen:
Befestigen Sie eine feine Schnur an der oberen Spitze des fertigen Drachens.
Hängen Sie die Drachen direkt an die Fensterscheibe.
Sobald die Sonne durch das Fenster scheint, leuchten die herbstlichen Farben auf und die Mosaikstruktur wird sichtbar.
Wenn Sie ein Fenster leicht öffnen, flattern die Krepppapier-Schwänze lustig im Wind.
Viel Spaß beim gemeinsamen Basteln und Erfreuen am herbstlichen Lichtspiel.
Lustige Wackel-Igel 🦔
Ein tolles Projekt, bei dem die Ergebnisse nicht nur süß aussehen, sondern direkt als kleines Spielzeug auf dem Tisch hin und her wippen können.
Den Körper vorbereiten (Wipp-Funktion): Nimm einen einfachen Pappteller. Falte ihn exakt in der Mitte, sodass die Unterseite nach außen zeigt. Drücke die Falte gut flach. Im Bild siehst du, wie die Kinder unbemalte und bereits gefaltete Teller verwenden.
Den Igel bemalen: Bemale die gesamte Außenseite des gefalteten Tellers mit brauner Acrylfarbe. Du kannst auch die unbemalte Innenseite braun anmalen, wenn du möchtest, dass der Igel von beiden Seiten fertig aussieht. Lasse die Farbe vollständig trocknen.
Stacheln schneiden: Schneide aus dem braunen Tonpapier fleißig viele kleine Dreiecke aus. Das werden die Igelstacheln. Im Bild liegen viele dieser vorgeschnittenen Dreiecke auf dem Tisch.
Gesicht gestalten: Schneide aus dem braunen Tonpapier ein Gesicht für deinen Igel aus (eine abgerundete Form, wie eine Schnauze). Schneide zwei kleine schwarze Kreise für die Augen und einen kleinen schwarzen Kreis für die Nase aus. Klebe Augen und Nase auf das braune Gesichtsteil.
Das Wackeln erzeugen (Stacheln ankleben): Trage Kleber auf die Rückseite des getrockneten, braunen Igelkörpers auf. Klebe die Tonpapier-Stacheln fächerförmig auf den gefalteten Teller. Beginne am oberen Rand und arbeite dich nach unten. Klebe die Stacheln so an, dass sie über den Rand hinausragen.
Gesicht befestigen: Klebe das vorbereitete Igelgesicht vorne auf den gefalteten Teller. Im Bild siehst du, wie ein Mädchen gerade das Gesicht anklebt.
Wackeln lassen: Sobald der Kleber getrocknet ist, ist dein Igel fertig! Stelle ihn auf die gefaltete Kante auf den Tisch. Er wippt jetzt lustig hin und her, wenn du ihn sanft anstößt. Das fertige Wackel-Hedgehog-Modell auf dem Bild steht stolz und wackelt.
Viel Spaß beim gemeinsamen Basteln und Wackeln!
Knisternde Herbstbäume 🌳
Diese Bastelidee sieht nicht nur wunderschön aus, sondern ist auch eine fantastische Übung zur Förderung der Feinmotorik der Kinder. Das Greifen, Zerreißen des Krepppapiers und das Rollen zu kleinen, festen Kügelchen erfordert Geschicklichkeit und Konzentration – eine tolle Trainingseinheit für kleine Kinderhände. Das Ergebnis ist ein farbenfrohes, strukturiertes Kunstwerk, das nach Herbst aussieht und beim Basteln wunderbar knistert.
Hintergrund vorbereiten: Legt das blaue oder weiße Tonpapier als Basis für das Bild bereit.
Baumstamm ausschneiden: Schneidet aus dem braunen Tonpapier einen kräftigen Baumstamm mit vielen kahlen, verzweigten Ästen aus. Dieser Stamm muss absolut nicht perfekt symmetrisch sein – je natürlicher und wilder er aussieht, desto schöner wirkt der Baum am Ende. Klebt den Stamm auf den unteren Teil des Hintergrundpapiers.
Die Blätter vorbereiten (Reißen): Jetzt ist die Feinmotorik gefragt! Gebt den Kindern das Krepppapier und lasst sie es in kleine Stücke reißen. Die Stücke müssen nicht alle gleich groß sein, etwas Abwechslung macht die Baumkrone später lebendiger.
Kügelchen formen (Knüllen): Die Kinder nehmen nun die zerrissenen Papierstücke und knüllen oder rollen sie mit den Fingerspitzen zu kleinen, kompakten Bällchen zusammen. Ermutigt sie, einen richtig großen, bunten Haufen dieser Kugeln herzustellen.
Die Baumkrone gestalten: Wenn genug Bällchen gerollt sind, geht es ans Aufkleben. Tragt den Bastelkleber großzügig auf die Äste auf. Die Kinder können die Krepppapier-Kugeln nun fest in den Kleber drücken. Setzt die Kugeln schön dicht aneinander, damit ein volles, dreidimensionales Blätterdach entsteht.
Herbstlaub auf dem Boden: Ein echter Herbstbaum wirft natürlich auch Blätter ab! Lasst die Kinder zum Schluss noch einige der bunten Krepp-Kugeln direkt unten an die Wurzeln des Baumes kleben, sodass es wie ein Haufen heruntergefallener Herbstblätter aussieht.
Das Ergebnis ist ein wunderschöner, plastischer Herbstbaum, der durch die bunten Kügelchen richtig lebendig wirkt!
Gemütliche Herbst-Tischlaternen 🕯️
Wenn es draußen früher dunkel wird, sorgen diese Laternen für eine wunderbar warme Atmosphäre. Durch die Verwendung der vorgefertigten Rohlinge aus 3D-Wellpappe ist der Grundstein schon gelegt. Die geriffelte Oberfläche bietet den Kindern zudem ein tolles haptisches Erlebnis beim Basteln und sorgt für eine besonders hochwertige Optik.
Farbe ins Spiel bringen (Hinterkleben):
Breitet die flachen Laternenrohlinge auf dem Tisch aus.
Die Kinder reißen oder schneiden das bunte Transparentpapier in Stücke.
Tragt Kleber auf die Ränder der großen Fensteröffnungen (auf der Innenseite des Rohlings) auf. Die Kinder können nun das Transparentpapier aufkleben, sodass die Fenster schön bunt verschlossen sind. Ein Mix aus Rot, Orange und Gelb wirkt später wie echtes Herbstlaub im Licht.
Die Wellpappe dekorieren:
Jetzt wird die strukturierte Außenseite verziert! Die Kinder können aus Tonpapierreste kleine Herbstmotive ausschneiden und auf die Stege zwischen den Fenstern kleben.
Kreativ-Tipp: Die Rillen der 3D-Wellpappe lassen sich auch wunderbar mit etwas Fingerfarbe oder Acrylfarbe betupfen, was der Laterne einen tollen rustikalen Herbst-Look verleiht.
Die Laterne zusammenbauen:
Wenn der Kleber und die Farbe getrocknet sind, wird die Laterne in Form gebracht.
Dank der vorgefertigten Rohlinge müssen die Teile meist nur an den dafür vorgesehenen Falzen geknickt und an den Laschen zusammengesteckt oder verklebt werden. Das macht die Laterne extrem stabil.
Zum Leuchten bringen:
Stellt ein LED-Teelicht in die Mitte der fertig zusammengebauten Laterne.
Sobald es im Raum etwas dunkler ist, erstrahlen die bunten Fensteröffnungen, und die Struktur der Wellpappe wirft einen gemütlichen, sanften Schatten!
Dass die Bäume im Herbst ihre Blätter abwerfen, ist eigentlich ein ganz schlauer Überlebenstrick der Natur!
Im Herbst und Winter wird es bei uns sehr kalt. Für die Bäume beginnt dann eine schwierige Zeit, und sie müssen sich schützen. Das machen sie in drei schlauen Schritten:
Das Wasser-Problem
Blätter sind wie winzige Schwämme, die andauernd Wasser an die Luft abgeben (sie "schwitzen"). Der Baum holt sich normalerweise neues Wasser mit seinen Wurzeln aus der Erde.
Aber im Winter gefriert die Erde oft. Wenn der Baum seine Blätter behalten würde, würden sie weiter Wasser ausschwitzen, aber die Wurzeln könnten aus dem Eis kein neues Wasser nachholen. Der Baum würde im Winter verdursten! Um das zu verhindern, müssen die Blätter weg.
Der Farb-Trick
Bevor der Baum die Blätter abwirft, rettet er noch schnell das Wichtigste: das Blattgrün (auch Chlorophyll genannt). Das ist der Stoff, der die Blätter im Sommer schön grün macht und für den Baum wie wertvolle Nahrung ist.
Der Baum saugt das Grün aus den Blättern heraus und versteckt es sicher in seinem dicken Stamm und in den Wurzeln für das nächste Jahr. Wenn das Grün weg ist, kommen plötzlich die anderen Farben im Blatt zum Vorschein, die vorher vom Grün verdeckt wurden: leuchtendes Gelb, Orange und Rot!
Das unsichtbare Pflaster
Wenn das Blattgrün gerettet ist, baut der Baum eine winzige Wand zwischen dem Zweig und dem Blatt. Diese Wand ist wie ein kleines Kork-Pflaster. Sie sorgt dafür, dass das Blatt kein Wasser mehr bekommt. Das Blatt vertrocknet, wird braun, und schon ein kleiner Windstoß reicht aus, um es vom Baum zu pusten.
Ohne die Blätter kann der Baum nun sicher und geschützt seinen Winterschlaf halten, bis die Frühlingssonne ihn wieder weckt.
Fliegende Herbstwald-Drachen 🪁
Der "Drachen zum Selbstgestalten" (48 x 40 cm) bietet mit seiner großen, weißen Fläche die perfekte Leinwand. Anstatt ihn einfach nur mit Stiften zu bemalen, verbinden wir bei diesem Projekt einen Ausflug in die Natur mit einer tollen haptischen Drucktechnik. So bringt jedes Kind ein Stück echten Herbst an den Himmel!
Die Natur-Schatzsuche (Vorbereitung): Bevor es an den Basteltisch geht, sammelt ihr gemeinsam mit den Kindern beim Herbstspaziergang die schönsten Blätter. Das schult den Blick für die Natur und die verschiedenen Baumarten. Die Blätter werden in der Kita kurz abgewischt, damit sie staubfrei sind.
Die Farbpaletten richten: Gebt leuchtende Herbstfarben (Kürbisorange, Sonnengelb, Kastanienbraun und Apfelgrün) auf die Pappteller.
Der Blätter-Stempeldruck:
Breitet die weißen Drachen flach auf den Tischen aus.
Die Kinder legen ein gesammeltes Blatt vor sich hin (mit der Blattader-Seite nach oben, da diese beim Drucken eine schönere Struktur abgibt).
Nun wird das Blatt mit dem Pinsel oder Schwämmchen großzügig mit Farbe bestrichen. Kreativ-Tipp: Die Kinder können auch zwei Farben auf ein Blatt tupfen, so entstehen tolle Farbverläufe!
Das bemalte Blatt wird dann vorsichtig auf den Drachenstoff gelegt. Die Kinder drücken es mit der flachen Hand sanft, aber gleichmäßig fest.
Wenn man das Blatt danach vorsichtig am Stiel abzieht, bleibt ein wunderschöner, filigraner Blattabdruck auf dem Drachen zurück.
Diesen Vorgang wiederholen die Kinder kreuz und quer über den gesamten Drachen, bis ein buntes Blättermosaik entstanden ist.
Finger-Tupfer als Herbstwind:
Um die Zwischenräume zu füllen und etwas Bewegung ins Bild zu bringen, können die Kinder ihre Fingerkuppen in gelbe oder goldene Farbe tauchen und kleine Punkte zwischen die Blätter tupfen. Das sieht später am Himmel aus wie kleine tanzende Sonnenstrahlen oder herumwirbelnde Pollen im Herbstwind.
Den Schwanz verzieren:
Während die Farbe auf dem Drachen trocknet, können die Kinder kleine Streifen aus buntem Krepppapier zuschneiden oder reißen. Diese werden dann als zusätzliche kleine Schleifen an die Drachenschnur (den Schwanz) geknotet. Das sorgt für noch mehr Flatter-Spaß in der Luft.
Abflug!
Sobald die Farben vollständig getrocknet sind, ist der Drachen einsatzbereit. Nichts macht Kinder stolzer, als ihr selbst gedrucktes Kunstwerk hoch oben im Herbstwind tanzen zu sehen!
Pädagogischer Mehrwert dieser Idee:
Feinmotorik: Das Bestreichen der filigranen Blätter und das vorsichtige Abziehen schult die Fingerfertigkeit.
Naturbezug: Die Kinder lernen verschiedene Blattformen kennen und begreifen Naturmaterialien als Werkzeug für Kunst.
Kreativität: Durch das Mischen der Farben direkt auf dem Blatt entstehen unvorhersehbare, spannende Muster – jedes Ergebnis ist ein Unikat und nimmt den Druck, "perfekt" malen zu müssen.
Die Natur-Schatzsuche (Vorbereitung): Bevor es an den Basteltisch geht, sammelt ihr gemeinsam mit den Kindern beim Herbstspaziergang die schönsten Blätter. Das schult den Blick für die Natur und die verschiedenen Baumarten. Die Blätter werden in der Kita kurz abgewischt, damit sie staubfrei sind.
Die Farbpaletten richten: Gebt leuchtende Herbstfarben (Kürbisorange, Sonnengelb, Kastanienbraun und Apfelgrün) auf die Pappteller.
Der Blätter-Stempeldruck:
Breitet die weißen Drachen flach auf den Tischen aus.
Die Kinder legen ein gesammeltes Blatt vor sich hin (mit der Blattader-Seite nach oben, da diese beim Drucken eine schönere Struktur abgibt).
Nun wird das Blatt mit dem Pinsel oder Schwämmchen großzügig mit Farbe bestrichen. Kreativ-Tipp: Die Kinder können auch zwei Farben auf ein Blatt tupfen, so entstehen tolle Farbverläufe!
Das bemalte Blatt wird dann vorsichtig auf den Drachenstoff gelegt. Die Kinder drücken es mit der flachen Hand sanft, aber gleichmäßig fest.
Wenn man das Blatt danach vorsichtig am Stiel abzieht, bleibt ein wunderschöner, filigraner Blattabdruck auf dem Drachen zurück.
Diesen Vorgang wiederholen die Kinder kreuz und quer über den gesamten Drachen, bis ein buntes Blättermosaik entstanden ist.
Finger-Tupfer als Herbstwind:
Um die Zwischenräume zu füllen und etwas Bewegung ins Bild zu bringen, können die Kinder ihre Fingerkuppen in gelbe oder goldene Farbe tauchen und kleine Punkte zwischen die Blätter tupfen. Das sieht später am Himmel aus wie kleine tanzende Sonnenstrahlen oder herumwirbelnde Pollen im Herbstwind.
Den Schwanz verzieren:
Während die Farbe auf dem Drachen trocknet, können die Kinder kleine Streifen aus buntem Krepppapier zuschneiden oder reißen. Diese werden dann als zusätzliche kleine Schleifen an die Drachenschnur (den Schwanz) geknotet. Das sorgt für noch mehr Flatter-Spaß in der Luft.
Abflug!
Sobald die Farben vollständig getrocknet sind, ist der Drachen einsatzbereit. Nichts macht Kinder stolzer, als ihr selbst gedrucktes Kunstwerk hoch oben im Herbstwind tanzen zu sehen!
Feinmotorik: Das Bestreichen der filigranen Blätter und das vorsichtige Abziehen schult die Fingerfertigkeit.
Naturbezug: Die Kinder lernen verschiedene Blattformen kennen und begreifen Naturmaterialien als Werkzeug für Kunst.
Kreativität: Durch das Mischen der Farben direkt auf dem Blatt entstehen unvorhersehbare, spannende Muster – jedes Ergebnis ist ein Unikat und nimmt den Druck, "perfekt" malen zu müssen.
"Gute-Laune-Schirme" für den herbstlichen Regentanz ☔
Ein strahlend weißer Regenschirm ist wie eine leere Leinwand, die nur darauf wartet, mit Leben gefüllt zu werden. Anstatt sich vor dem Regen zu verstecken, gestalten die Kinder hier ihre ganz persönlichen "Regen-Fänger", die sie bei jedem Schauer stolz nach draußen tragen können. Wir arbeiten bei diesem Projekt mit einer tollen Tropf- und Stempeltechnik, die perfekt zum Thema Wasser passt!
Aufspannen und Platz machen
Da Regenschirme Platz brauchen, verlegt ihr diese Bastelaktion am besten nach draußen auf den Hof oder in einen großen Raum. Legt den Boden gut mit Folie aus. Die Schirme werden aufgespannt und wie kleine Zelte vor die Kinder gestellt.
Der Schwammdruck: Wolken und Herbstlaub
Gebt die Textilfarben in flache Schälchen oder auf Pappteller.
Die Kinder tauchen die vorbereiteten Schwämmchen (z.B. Wolkenformen oder Blätter) in die Farbe und stempeln sie ringsherum auf den weißen Stoff des Schirms.
Tipp: Helle Farben wie Gelb und Hellblau leuchten an trüben Tagen besonders schön!
Die magische Tropftechnik (Das Highlight!)
Was passt besser zu einem Regenschirm als ein echter, bunter "Regen"? Verdünnt etwas blaue, grüne und lila Textilfarbe mit ein ganz klein wenig Wasser, sodass sie flüssiger wird, aber ihre Deckkraft behält.
Die Kinder nehmen die Farbe mit einem dicken Pinsel oder einer kleinen Pipette auf und setzen dicke Farb-Tropfen an die obere Spitze des aufgespannten Schirms.
Die Farbe läuft nun langsam an der Schirmkuppel hinunter und bildet wunderschöne, bunte Laufspuren – genau wie Regentropfen an einer Fensterscheibe.
Das Beobachten der fließenden Farbe ist für die Kinder unglaublich faszinierend.
Details ergänzen (optional)
Wenn der Schirm etwas angetrocknet ist, können ältere Kinder mit wasserfesten Textilmarkern noch kleine Gesichter in die gestempelten Wolken malen oder ihre Namen auf den Rand schreiben.
Trocknen und Fixieren
Lasst die Schirme im aufgespannten Zustand gut durchtrocknen (am besten über Nacht). Je nach verwendeter Farbe müsst ihr diese noch fixieren (siehe Herstellerangaben). Bei vielen modernen Textilfarben reicht eine Trocknungszeit von 24 Stunden, damit sie wetterfest sind.
Pädagogischer Mehrwert dieser Idee:
Kreativer Umgang mit Wetter: Regenwetter wird oft negativ wahrgenommen. Mit einem eigenen, bunten Schirm verknüpfen die Kinder den Regen plötzlich mit etwas Positivem und können es kaum erwarten, dass es endlich tröpfelt.
Beobachtungsgabe: Die Tropftechnik zeigt den Kindern eindrucksvoll, wie sich Flüssigkeiten auf gewölbten Oberflächen verhalten und der Schwerkraft folgen.
Grobmotorik: Das Arbeiten an einem großen, dreidimensionalen Objekt wie einem aufgespannten Schirm erfordert ganz andere Armbewegungen als das Malen auf einem flachen Blatt Papier am Tisch.
Schlaue Pappteller-Eulen 🦉
Dieses Projekt eignet sich hervorragend für Kinder ab dem Kindergartenalter. Die Falttechnik ist faszinierend einfach, schult das räumliche Denken und das Ergebnis sieht immer wunderbar putzig aus.
Das Gefieder bemalen (Grundierung):
Lege den Pappteller so vor dich, dass die Wölbung nach oben zeigt (die Seite, von der man normalerweise nicht isst).
Die Kinder malen nun den kompletten Teller in ihren liebsten Eulen-Farben an. Das kann ein einheitliches Braun sein, oder sie tupfen mit dem Pinsel verschiedene Grau- und Brauntöne nebeneinander, sodass es wie ein echtes, wuscheliges Federkleid aussieht.
Wichtig: Die Farbe muss nun erst einmal vollständig trocknen, damit das Papier beim Falten nicht reißt.
Die Flügel falten:
Sobald der Teller trocken ist, wird gefaltet! Nimm die linke Seite des Tellers und klappe sie etwa ein Drittel weit in Richtung der Mitte um.
Wiederhole das Gleiche mit der rechten Seite. Die beiden eingeklappten Seiten dürfen sich in der Mitte gerne etwas überlappen oder berühren.
Tipp: Drücke die Faltkanten mit den Fingern gut platt. Diese beiden eingeklappten Halbmonde bilden nun die Flügel der Eule, die schützend vor dem Bauch liegen.
Den Eulenkopf formen:
Nun nimmst du das obere Drittel des Tellers (also den oberen, runden Rand, der über den gefalteten Flügeln liegt) und klappst ihn nach unten über die eben gefalteten Flügel.
Drücke auch hier die obere, nun gerade entstandene Kante gut fest. Jetzt erkennst du schon perfekt die Form der Eule: Ein flacher Kopf oben und die Flügel, die sich über dem Bauch kreuzen.
Damit die Form gut hält, kannst du unter den Kopf und die Flügel jeweils einen kleinen Tropfen Kleber geben.
Die großen Eulenaugen:
Eulen sind für ihre riesigen, wachsamen Augen bekannt! Lass die Kinder aus dem weißen oder gelben Tonpapier zwei große, gleich große Kreise ausschneiden.
Aus dem schwarzen Tonpapier schneiden sie zwei etwas kleinere Kreise aus (für die Pupillen).
Klebe die schwarzen Pupillen in die hellen Kreise. Kreativ-Tipp: Wenn die Kinder noch kleine weiße Punkte in die schwarze Pupille malen, wirken die Augen besonders lebendig.
Der Schnabel und das Zusammenbauen:
Schneide aus dem orangen Tonpapier ein kleines spitzes Dreieck oder eine kleine Raute für den Schnabel aus.
Nun werden die fertigen Augen und der Schnabel auf das nach unten geklappte Kopfteil des Papptellers geklebt. Setze den Schnabel genau in die Mitte zwischen die großen Augen.
Fertig! Wenn ihr möchtet, könnt ihr aus orangefarbenem Tonpapier noch kleine Krallen ausschneiden und sie ganz unten an den Bauch der Eule kleben.
Das ist eine der spannendsten Geschichten in der Natur! Die Vögel, die im Herbst in den warmen Süden fliegen, nennt man Zugvögel.
Viele Menschen denken, sie fliegen weg, weil ihnen kalt ist. Aber das stimmt gar nicht! Vögel haben unter ihren normalen Federn ganz viele weiche Daunenfedern. Die halten sie so kuschelig warm wie eine dicke Winterjacke.
Warum fliegen sie dann weg?
Es liegt am Essen! Zugvögel (wie Schwalben oder Störche) fressen am liebsten Insekten, Würmer oder Frösche. Wenn es bei uns im Herbst kalt wird, verstecken sich diese kleinen Tiere oder sterben. Es gibt für die Vögel hier also einfach nichts mehr zu fressen. Um nicht zu verhungern, machen sie sich auf die lange Reise nach Afrika oder in den Süden von Europa, wo es warm ist und wo es noch genug Krabbeltiere gibt.
Vögel, die Körner und Samen fressen (wie Meisen oder Amseln), finden auch im Schnee noch genug Futter. Deshalb bleiben sie im Winter bei uns.
Woher wissen sie den Weg? (Das Super-Navi)
Dass kleine Vögel, die erst ein paar Monate auf der Welt sind, den Weg über riesige Meere und Berge bis nach Afrika finden, ist wie Zauberei. Aber sie haben gleich vier eingebaute "Navigationsgeräte":
Der innere Kompass: Die Vögel werden schon mit einer Art Landkarte im Kopf geboren. Ohne dass es ihnen jemand beibringt, wissen sie einfach: "Ich muss in diese Richtung fliegen!"
Die Sonne und die Sterne: Vögel nutzen den Himmel als Wegweiser. Sie wissen genau, wo die Sonne tagsüber steht. Und Vögel, die nachts fliegen, können sich an den Sternenbildern orientieren, genau wie früher die Seefahrer.
Das Magnet-Gefühl: Unsere Erde ist wie ein riesiger, unsichtbarer Magnet. Vögel haben in ihren Augen und in ihrem Schnabel winzige Teile, mit denen sie diese magnetischen Linien der Erde spüren können. Sie "fühlen" also, wo Norden und Süden ist!
Die Landkarte unter ihnen: Wenn sie älter sind und die Strecke schon einmal geflogen sind, merken sie sich große Dinge auf der Erde, wie Flüsse, Küsten, große Seen oder Gebirge.
Ist es nicht unglaublich, dass so ein kleiner Vogel klüger navigiert als manches Auto?
Den Herbst erleben: Bunte Blätter, Naturmaterialien und Forscherdrang
Wenn die Blätter sich bunt färben, Kastaniensammeln Hochkonjunktur hat und der Wind weht, zeigt sich der Herbst von seiner faszinierendsten Seite. Diese Jahreszeit lädt Kinder dazu ein, die reiche Ernte der Natur zu bestaunen, den Wald im Wandel zu erleben und draußen aktiv zu werden.
Ob beim Gestalten mit bunten Naturmaterialien, bei spannenden Experimenten rund um Wind und Wetter oder im Rahmen des Erntedankfestes: Der Herbst bietet unzählige fächerübergreifende Anlässe, um den Wissensdurst von Kindern zu stillen und spielerisch die Kreisläufe der Natur zu begreifen.
Entdecken Sie jetzt unsere praxisnahen Lehrmittel, Bastelsets und Unterrichtsmaterialien, um den Herbst für Kinder in Kita und Schule lehrreich und unvergesslich zu gestalten!
Wissens-Übersicht: Der Herbst – Naturphänomene, Merkmale und Einsatz im Unterricht (Wiemann Lehrmittel)
Was zeichnet den Herbst aus?
Der Herbst (meteorologisch ab 1. September, astronomisch zur Tagundnachtgleiche um den 22./23. September) ist die Übergangsjahreszeit zwischen Sommer und Winter. Er ist geprägt durch sinkende Temperaturen, kürzere Tage, die herbstliche Laubfärbung, den Abwurf der Blätter bei Laubbäumen, reiche Erntezeiten (Obst, Getreide) sowie den Aufbruch von Zugvögeln in den Süden.
Warum ist der Herbst wichtig für die kindliche Entwicklung?
Der Herbst bietet eine Fülle an haptischen Reizen und Naturmaterialien (Kastanien, Eicheln, bunte Blätter), die die Feinmotorik, die Kreativität und den Entdeckergeist von Kindern beim Basteln und Sammeln optimal anregen.
Pädagogische Relevanz und Einsatz in Kita & Schule:
Im Sachunterricht und in der Elementarpädagogik dient der Herbst als idealer Kontext für Themen wie den Wald, Tiere im Winter (Vorbereitung auf den Winterschlaf/-schlaf), Wetterbeobachtung (Wind, Regen) sowie Erntedank und Nachhaltigkeit.
Über Wiemann Lehrmittel:
Als erfahrener Ausstatter für Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen bietet Wiemann Lehrmittel passgenaue Lehrmittel, Bastelbedarfe und didaktische Materialien, um die Jahreszeiten – wie den Herbst – für Kinder greifbar, spannend und lehrplankonform zu vermitteln.
Hinweise zur Nutzung unserer Bastelideen und Bastelanleitungen
Wir freuen uns, dass Ihnen unsere Bastelidee samt Vorlage gefällt. Sie dürfen diese gern für private und pädagogische Zwecke nutzen, ausdrucken, auslegen oder an Interessierte in Ihrer Familie, in Schulen, Kitas, Vereinen oder Betreuungseinrichtungen sowie bei Kursangeboten weitergeben. Bitte verwenden Sie die Bastelanleitungen immer vollständig und in der von uns vorgegebenen Form. Änderungen, Bearbeitungen oder die Nutzung einzelner Bestandteile dieses Bastelprojektes sind nicht gestattet. Alle Inhalte bleiben Eigentum der Wiemann Lehrmittel GmbH. Sie möchten die Inhalte über die hier festgelegten Zwecke hinaus nutzen? Dann kontaktieren Sie uns gern unter marketing@wiemann-lehrmittel.de.
