Das Churermodell – flexible Lernräume für modernen Unterricht gestalten
Das Churermodell ist ein Unterrichtskonzept, das eine flexible Gestaltung des Klassenraums mit selbstständigem und individuellem Lernen verbindet. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler stärker in ihren Lernprozess einzubeziehen, Eigenverantwortung zu fördern und eine positive Lernatmosphäre zu schaffen.
Der Klassenraum wird beim Churermodell nicht nur als Ort der Wissensvermittlung betrachtet, sondern als aktive Lernumgebung. Durch verschiedene Lernbereiche, flexible Sitzmöglichkeiten und gemeinsame Austauschphasen entsteht ein Raum, der unterschiedliche Lernformen unterstützt.
Wiemann Lehrmittel unterstützt Schulen bei der Umsetzung moderner Lernkonzepte mit passenden Möbeln, Unterrichtsmaterialien und Organisationslösungen für flexible Klassenräume.
Was ist das Churermodell und wie funktioniert es?
Das Churermodell ist ein pädagogisches Konzept zur Gestaltung von Unterricht und Lernräumen. Es wurde in Schulen der Schweizer Stadt Chur entwickelt und verbindet eine veränderte Raumgestaltung mit neuen Formen des Lernens.
Im Mittelpunkt steht die Idee, dass Kinder unterschiedlich lernen und deshalb auch unterschiedliche Lernumgebungen benötigen. Statt eines klassischen Klassenraums mit festen Sitzplätzen und einer ausschließlichen Ausrichtung auf die Lehrkraft entsteht eine offene Lernlandschaft.
Ein Klassenraum nach dem Churermodell bietet verschiedene Bereiche für:
- gemeinsame Unterrichtsphasen
- konzentriertes Einzelarbeiten
- Partner- und Gruppenarbeit
- selbstständiges Lernen
-
Austausch und Präsentation
Churermodell kurz erklärt
- Ursprung: Entwicklung an Schulen in der Schweizer Stadt Chur
- Ziel: Förderung von Selbstständigkeit, Individualisierung und gemeinschaftlichem Lernen
- Schwerpunkt: Verbindung von Raumgestaltung und Unterrichtsentwicklung
- Geeignet für: Grundschulen sowie weiterführende Schulen
- Zentrale Elemente: Sitzkreis, flexible Arbeitsplätze, offene Lernbereiche und selbstorganisiertes Lernen
Welche Ziele verfolgt das Churermodell?
Das Churermodell verfolgt das Ziel, Unterricht stärker an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler auszurichten. Dabei stehen nicht nur die Vermittlung von Wissen, sondern auch persönliche Entwicklung, Zusammenarbeit und Selbstständigkeit im Mittelpunkt.
Die 5 Ziele des Churermodells
Selbstständigkeit fördern
Kinder lernen, Entscheidungen über ihren Lernprozess zu treffen. Sie wählen passende Arbeitsplätze, organisieren ihre Materialien und übernehmen zunehmend Verantwortung für ihre Aufgaben.
Individuelles Lernen ermöglichen
Jedes Kind bringt unterschiedliche Voraussetzungen, Interessen und Lerngeschwindigkeiten mit. Durch flexible Lernformen können Schülerinnen und Schüler gezielter unterstützt und gefördert werden.
Bewegung in den Unterricht integrieren
Lernen findet nicht ausschließlich am festen Sitzplatz statt. Unterschiedliche Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten ermöglichen mehr Bewegung und Abwechslung im Schulalltag.
Gemeinschaft stärken
Gemeinsame Phasen im Sitzkreis und kooperative Lernformen fördern Kommunikation, Rücksichtnahme und Teamfähigkeit.
Motivation und Lernfreude steigern
Eine abwechslungsreiche Lernumgebung kann dazu beitragen, dass Kinder aktiver am Unterricht teilnehmen und sich stärker mit ihren Lernaufgaben auseinandersetzen.
Wie sieht ein Klassenraum nach dem Churermodell aus?
Ein Klassenraum nach dem Churermodell unterscheidet sich deutlich von einem klassischen Frontalunterrichtsraum. Die Tische stehen nicht ausschließlich in Reihen, sondern werden flexibel angeordnet und durch unterschiedliche Lernbereiche ergänzt.
Typische Bereiche eines Churer Klassenzimmers sind:
Der Sitzkreis
Der Sitzkreis bildet den Mittelpunkt des gemeinsamen Lernens und ist eines der wichtigsten Elemente im Churermodell. Er schafft einen festen Ort für Begegnung, Austausch und Kommunikation innerhalb der Klasse. Anders als im klassischen Unterricht, bei dem der Blick häufig nach vorne zur Lehrkraft gerichtet ist, sitzen die Schülerinnen und Schüler im Kreis auf Augenhöhe miteinander. Dadurch entsteht eine offene Lernatmosphäre, in der sich alle aktiv beteiligen können.
Im Sitzkreis werden neue Themen eingeführt, Aufgabenstellungen erklärt, Gespräche geführt und gemeinsame Entscheidungen getroffen. Auch für den Austausch über Lernerfolge, die Reflexion von Arbeitsprozessen oder die Planung weiterer Unterrichtsschritte bietet dieser Bereich einen wichtigen Raum. Regelmäßige Kreisphasen stärken die Klassengemeinschaft und fördern soziale Kompetenzen wie Zuhören, Rücksichtnahme und Zusammenarbeit.
Der Sitzkreis eignet sich sowohl für den täglichen Unterrichtseinstieg als auch für kurze Besprechungen zwischendurch. Hier können Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse präsentieren, Fragen stellen und voneinander lernen. Besonders in offenen Unterrichtsformen ist der Sitzkreis ein wichtiger Treffpunkt, an dem die Klasse zusammenkommt und Orientierung erhält.
Eine angenehme Gestaltung unterstützt die Bedeutung dieses Lernbereichs. Sitzkissen, Teppiche oder flexible Sitzgelegenheiten schaffen eine einladende Umgebung und sorgen für eine entspannte Lernatmosphäre. Durch eine passende Ausstattung wird der Sitzkreis zu einem Ort, an dem sich Kinder wohlfühlen, aktiv am Unterricht teilnehmen und gemeinsam lernen können.
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Flexible Arbeitsplätze
Flexible Arbeitsplätze sind ein zentraler Bestandteil des Churermodells und ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, ihren Lernplatz passend zur jeweiligen Aufgabe und zu ihren individuellen Bedürfnissen auszuwählen. Nicht jedes Kind lernt auf die gleiche Weise – während manche Schülerinnen und Schüler einen klassischen Tischplatz für konzentriertes Arbeiten bevorzugen, benötigen andere mehr Bewegungsfreiheit oder eine alternative Sitzposition.
Durch unterschiedliche Arbeitsplatzangebote entsteht eine abwechslungsreiche Lernumgebung, die selbstständiges Arbeiten unterstützt und Kindern mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess gibt. Die freie Wahl des passenden Arbeitsplatzes fördert die Konzentration, die Motivation und einen bewussteren Umgang mit der eigenen Lernweise.
Neben klassischen Schülertischen und -stühlen können verschiedene flexible Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise:
- flexible Schülerstühle
- Sitzhocker
- Sitzsäcke
- Sitzkissen
- mobile Arbeitstische
Durch die Kombination verschiedener Möbel entsteht ein vielseitiger Lernraum, der sowohl Einzelarbeit als auch Partner- und Gruppenarbeit ermöglicht.
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Der Besprechungstisch
Der Besprechungstisch ist ein wichtiger Bestandteil des Churermodells und schafft einen festen Ort für die individuelle Begleitung und den persönlichen Austausch zwischen Lehrkraft und Schülerinnen und Schülern. Während die Klasse selbstständig an ihren Arbeitsplätzen arbeitet, bietet dieser Bereich die Möglichkeit, gezielt auf einzelne Kinder oder kleine Lerngruppen einzugehen.
Am Besprechungstisch können individuelle Lernberatungen, Fördergespräche, kurze Unterrichtsbesprechungen oder gemeinsame Reflexionsphasen stattfinden. Auch für die Bearbeitung von Aufgaben in Kleingruppen eignet sich dieser Bereich besonders gut. Schülerinnen und Schüler erhalten hier Unterstützung bei Fragen, Feedback zu ihren Ergebnissen und Hilfestellungen bei der Entwicklung eigener Lösungswege.
Durch den Besprechungstisch verändert sich auch die Rolle der Lehrkraft. Sie begleitet den Lernprozess stärker individuell, beobachtet die Fortschritte der Kinder und kann gezielt fördern, ohne den gesamten Unterrichtsablauf zu unterbrechen. So entsteht eine Lernumgebung, in der selbstständiges Arbeiten und persönliche Betreuung miteinander verbunden werden.
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Material- und Lernbereiche
Ein gut organisierter Klassenraum ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, benötigte Materialien selbstständig zu finden, zu nutzen und wieder an ihren vorgesehenen Platz zurückzulegen. Klar strukturierte Material- und Lernbereiche schaffen Orientierung und unterstützen Kinder dabei, Verantwortung für ihre eigene Lernumgebung zu übernehmen.
Regalsysteme, Materialboxen und übersichtliche Aufbewahrungslösungen helfen dabei, Lernmaterialien geordnet und gut erreichbar aufzubewahren. So können Schülerinnen und Schüler eigenständiger arbeiten, ihre Arbeitsprozesse besser organisieren und sich gezielt auf ihre Aufgaben konzentrieren.
Eine durchdachte Raumgestaltung erleichtert zudem die Unterrichtsorganisation und schafft die Grundlage für abwechslungsreiche Lernformen im Churermodell.
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Welche Möbel braucht man für das Churermodell?
Für die Umsetzung des Churermodells gibt es keine feste Ausstattungsvorgabe. Entscheidend ist eine flexible Gestaltung, die verschiedene Lernformen ermöglicht. Besonders geeignet sind Möbel und Materialien, die schnell verändert und vielseitig eingesetzt werden können. Dazu gehören:
Flexible Sitzmöglichkeiten
Flexible Sitzmöglichkeiten sind ein wichtiger Bestandteil moderner Lernräume und unterstützen die vielfältigen Anforderungen des Unterrichts im Churermodell. Bewegliche Schülerstühle, Hocker, Sitzsäcke und Sitzkissen ermöglichen unterschiedliche Sitzpositionen und schaffen mehr Abwechslung im Schulalltag. Durch die Auswahl verschiedener Sitzmöglichkeiten können Schülerinnen und Schüler ihren Arbeitsplatz passend zur jeweiligen Aufgabe und ihrer persönlichen Lernweise gestalten. Während manche Arbeitsphasen eine konzentrierte Sitzhaltung am Tisch erfordern, profitieren andere Situationen von beweglicheren und entspannteren Sitzformen. Alternative Sitzgelegenheiten fördern zudem bewegtes Lernen und tragen dazu bei, dass Kinder aktiv bleiben und sich wohler in ihrer Lernumgebung fühlen. In Kombination mit klassischen Schulmöbeln entsteht ein flexibler Klassenraum, der unterschiedliche Lernformen unterstützt und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird.
Flexible Schulausstattung
Eine flexible Schulausstattung bildet die Grundlage für einen vielseitig nutzbaren Klassenraum im Churermodell. Mobile Tische, Regale und Aufbewahrungssysteme ermöglichen es, den Raum schnell und unkompliziert an unterschiedliche Unterrichtssituationen anzupassen. Ob Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenphasen oder gemeinsame Lernrunden im Sitzkreis – durch bewegliche Möbel kann der Klassenraum immer wieder neu gestaltet werden. Schülerinnen und Schüler erleben dadurch eine Lernumgebung, die verschiedene Arbeitsweisen unterstützt und mehr Eigenständigkeit ermöglicht. Übersichtliche Regalsysteme und praktische Aufbewahrungslösungen sorgen zusätzlich für Ordnung und einen schnellen Zugriff auf benötigte Materialien. So bleibt der Raum flexibel nutzbar und unterstützt sowohl die tägliche Unterrichtsorganisation als auch offene Lernformen.
Unterrichtsmaterialien für selbstständiges Lernen
Passende Unterrichtsmaterialien sind ein wichtiger Bestandteil des Churermodells, da sie Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, eigenständig zu arbeiten und individuelle Lernwege zu verfolgen. Differenzierte Lernmaterialien, Magnetmaterialien, Lernspiele und Übungsmaterialien ermöglichen es, Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaustufen anzubieten und verschiedene Lernbedürfnisse zu berücksichtigen. Durch übersichtlich bereitgestellte Materialien können Kinder selbstständig üben, wiederholen und ihr Wissen vertiefen. Sie lernen, Aufgaben eigenverantwortlich zu bearbeiten und ihren Lernprozess zunehmend selbst zu organisieren. Besonders in offenen Unterrichtsformen wie Wochenplanarbeit, Lernstationen oder Freiarbeitsphasen bieten geeignete Lehr- und Lernmaterialien wertvolle Unterstützung. Sie schaffen abwechslungsreiche Lernmöglichkeiten und helfen dabei, den Unterricht individuell und motivierend zu gestalten.
Welche Vorteile bietet das Churermodell für Lehrerinnen und Lehrer?
Auch Lehrkräfte profitieren von der veränderten Lernumgebung. Der Unterricht kann abwechslungsreicher gestaltet und stärker an die Bedürfnisse einzelner Kinder angepasst werden. Durch die Förderung von Selbstständigkeit übernehmen Schülerinnen und Schüler mehr Verantwortung für ihre Aufgaben. Die Lehrkraft begleitet, beobachtet und unterstützt den Lernprozess stärker individuell.
Häufige Fragen zum Churermodell
Was bedeutet Churermodell einfach erklärt?
Das Churermodell ist ein Unterrichtskonzept, bei dem der Klassenraum flexibel gestaltet wird, um selbstständiges, individuelles und gemeinsames Lernen zu fördern.
Für welche Klassenstufen eignet sich das Churermodell?
Das Churermodell kann in Grundschulen sowie weiterführenden Schulen eingesetzt werden. Die konkrete Umsetzung wird an die jeweilige Altersgruppe und Lerngruppe angepasst.
Muss ein Klassenraum komplett neu eingerichtet werden?
Nein. Die Umsetzung kann schrittweise erfolgen. Bereits ein Sitzkreis oder einzelne flexible Arbeitsplätze können erste Veränderungen bewirken.
Welche Sitzmöbel eignen sich für das Churermodell?
Geeignet sind flexible und robuste Sitzmöglichkeiten wie Schülerstühle, Hocker, Sitzsäcke und Sitzkissen, die verschiedene Lernformen ermöglichen.
Warum ist die Raumgestaltung beim Churermodell wichtig?
Der Raum beeinflusst, wie Kinder lernen, zusammenarbeiten und sich organisieren. Eine durchdachte Lernumgebung unterstützt selbstständiges Arbeiten und schafft bessere Voraussetzungen für das Lernen.
Moderne Lernräume mit Wiemann Lehrmittel gestalten
Das Churermodell zeigt, wie wichtig eine flexible und kindgerechte Lernumgebung für erfolgreichen Unterricht ist. Mit passenden Möbeln, Organisationssystemen und Unterrichtsmaterialien können Schulen Schritt für Schritt moderne Lernräume schaffen.
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