Weshalb feiern wir den Tag der Deutschen Einheit?
Zwei getrennte Länder
Stell dir vor, du spielst auf deinem Lieblingsspielplatz, und plötzlich baut jemand einen hohen Zaun genau durch die Mitte. Du darfst nicht mehr auf die andere Seite rüber, und deine Freunde von dort dürfen nicht mehr zu dir. So ähnlich war das früher in Deutschland.
Vor langer Zeit – also 1949 – wurde Deutschland in zwei Teile aufgeteilt. Aus einem Land wurden quasi zwei gemacht: Westdeutschland und Ostdeutschland. In der Hauptstadt Berlin wurde sogar eine riesige, lange Mauer aus Stein gebaut. Familien, Freunde und Verwandte, die auf verschiedenen Seiten wohnten, durften sich viele Jahre lang nicht besuchen. Die Menschen im Osten durften auch nicht einfach in andere Länder in den Urlaub fahren. Das machte viele von ihnen sehr traurig.
Die Menschen werden laut (aber friedlich!)
Irgendwann hatten die Menschen in Ostdeutschland genug davon. Sie wollten endlich wieder frei sein und ihre Familien besuchen. Also gingen ganz viele von ihnen 1989 mutig auf die Straße. Sie haben aber nicht gekämpft, sondern einfach nur laut gerufen: „Wir sind ein Volk!“ Das bedeutete: Wir gehören doch alle zusammen.
Die Mauer fällt
Weil es so wahnsinnig viele Menschen waren, die das forderten, gaben die Politiker am Ende nach. Die große Mauer wurde geöffnet! Die Menschen durften endlich wieder auf die andere Seite. Die Leute haben sich auf den Straßen umarmt, geweint vor Freude und riesige Partys gefeiert. Das nennt man heute den „Mauerfall“.
Der Geburtstag des neuen Deutschlands
Am 3. Oktober wurde dann auch ganz offiziell aufgeschrieben und beschlossen: Ab heute sind Ostdeutschland und Westdeutschland wieder ein einziges, großes Land.
Deshalb feiern wir an diesem Tag den Tag der Deutschen Einheit. Es ist eigentlich wie ein riesiger Geburtstag für Deutschland, an dem wir uns darüber freuen, dass die Mauer weg ist und alle wieder zusammengehören!
"Geschichten über Mauern, die fallen, und Menschen, die zusammenfinden, faszinieren Kinder. Doch noch schöner ist es, wenn aus dieser Geschichte ein gemeinsames Projekt wird. Ob beim Errichten einer 'Brücke der Freundschaft' oder beim Gestalten eines bunten Deutschland-Puzzles – kreative Projekte stärken das Wir-Gefühl und zeigen: Jeder Einzelne von uns macht das große Ganze erst vollkommen. Hier finden Sie kreative Impulse und die passenden Materialien aus unserem Sortiment, um das Thema Einheit und Vielfalt direkt in die Praxis umzusetzen."
Die Nacht, in der die Mauer fiel
Der 9. November 1989 war ein ganz normaler Donnerstag, doch am Abend passierte etwas Unglaubliches, mit dem niemand gerechnet hatte. Alles passierte Schlag auf Schlag:
1. Ein berühmter Versprecher im Fernsehen
Am frühen Abend gab ein wichtiger Politiker der DDR namens Günter Schabowski eine Pressekonferenz, die live im Fernsehen übertragen wurde. Er las von einem Zettel ab, dass die Menschen in Ostdeutschland bald leichter reisen dürfen. Ein Reporter fragte schnell nach: "Ab wann gilt das?" Schabowski war verwirrt, suchte hektisch auf seinen Zetteln, kratzte sich am Kopf und stotterte die berühmtesten Worte der neueren deutschen Geschichte: "Das tritt nach meiner Kenntnis... ist das sofort... unverzüglich." Er wusste eigentlich selbst nicht genau, was los war, aber dieser Satz veränderte alles.
2. Die Menschen eilen zur Grenze
Tausende Ostberliner saßen zu Hause vor dem Fernseher und trauten ihren Ohren nicht. "Sofort? Unverzüglich? Das heißt, wir dürfen jetzt rüber!", dachten sie. Viele zogen sich schnell ihre Jacken an und liefen einfach los zu den großen Grenzübergängen an der Berliner Mauer, besonders zu einem Ort namens "Bornholmer Straße".
3. Verwirrte Grenzsoldaten
An der Mauer standen die strengen Grenzsoldaten. Sie wussten von nichts! Niemand hatte ihnen den Befehl gegeben, die Tore zu öffnen. Plötzlich standen da Hunderte, dann Tausende Menschen vor ihnen und riefen laut und immer wieder: "Tor auf! Tor auf!" Die Soldaten wurden nervös und riefen ihre Chefs an, aber keiner wusste, was zu tun war. Die hochrangigen Politiker waren nicht erreichbar.
4. Die mutige Entscheidung (23:30 Uhr)
Der Chef der Wachen an der Bornholmer Straße hieß Harald Jäger. Die Menschenmenge vor ihm wurde immer riesiger. Er hatte große Angst, dass eine Panik ausbricht und Menschen verletzt werden. Darum traf er kurz vor Mitternacht, gegen 23:30 Uhr, ganz alleine eine sehr mutige Entscheidung. Er befahl seinen Männern: "Macht den Schlagbaum auf! Wir lassen jetzt alle durch!"
5. Die größte Party der Welt
Die Schranke ging hoch! Die Menschen rannten hinüber nach West-Berlin. Auf der anderen Seite warteten schon viele West-Berliner, die die Nachrichten ebenfalls gesehen hatten. Wildfremde Menschen aus Ost und West fielen sich weinend in die Arme. Autos hupten, fremde Leute schenkten sich Sekt, und alle jubelten. In dieser Nacht gingen viele Menschen gar nicht mehr ins Bett. Tausende kletterten sogar oben auf die Mauer, sangen und tanzten darauf.
So fiel die Mauer, die fast 30 Jahre lang Familien und eine ganze Stadt getrennt hatte, völlig friedlich und ohne Gewalt an einem einzigen Abend.
Die Nacht des 9. Novembers war voller Emotionen, Jubel und unglaublichem Mut. Doch wie vermittelt man Kindern heute die Magie dieses historischen Moments, den sie selbst nicht miterlebt haben? Am besten, indem man aus dem bloßen Zuhören ein aktives Erleben macht! Lassen Sie die Kinder die Freude der Wiedervereinigung selbst nachspüren, indem sie symbolische Mauern einreißen und neue Brücken bauen. Hier finden Sie unsere passenden Bastelideen und Materialien, um die Geschichte des Mauerfalls in Ihrer Gruppe kreativ zum Leben zu erwecken.
Eine „Brücke der Einheit“ bauen (statt einer Mauer)
Das Symbol des 3. Oktober ist das Zusammenwachsen. Anstatt eine Mauer zu basteln, können die Kinder gemeinsam eine Brücke bauen, die zwei Seiten verbindet.
1. Die Vorbereitung und Erklärung (Der Einstieg) Setz dich mit den Kindern in den Stuhlkreis und erkläre kurz die Bedeutung der Brücke: "Eine Brücke verbindet zwei Seiten, die vorher getrennt waren – zum Beispiel durch einen Fluss oder, wie damals in Deutschland, durch eine große Mauer. Wenn wir heute eine Brücke bauen, zeigen wir: Wir wollen zusammenhalten. Und damit unsere Brücke richtig stark und bunt wird, muss jeder von euch mithelfen!"
2. Der Bauplan (Die Umsetzung in der Gruppe) Teile die Kinder in drei Arbeitsgruppen ein. Jede Gruppe hat eine bestimmte Aufgabe, damit am Ende alles zu einem großen Kunstwerk zusammengefügt werden kann.
Gruppe 1: Die Baumeister (Die Brückenpfeiler)
Diese Kinder sind für die Stabilität zuständig. Sie bauen die Türme und Pfeiler, auf denen die Brücke später ruht. Entweder die Kinder nutzen Holzbausteine oder die besonders faszinierenden Kooglo Magnet-Bausteine aus Holz. Wenn die Kinder mit den Magnetbausteinen arbeiten, kannst du erklären: "Seht ihr, wie die Steine sich anziehen und zusammenhalten? So ist das auch bei Menschen. Wenn man zusammenhält, fällt die Brücke nicht um."
Gruppe 2: Die Straßenbauer (Die Fahrbahn)
Diese Gruppe gestaltet die eigentliche Brücke, also das Teil, über das man "hinübergehen" kann. Als Material bietet sich Tonpapier im großen 50x70 cm Format an. Dieses Papier ist stabil genug, um als Brückenbogen zu dienen, aber flexibel genug, um es zu biegen oder an den Enden zu knicken. Die Kinder können das Tonpapier bemalen (z.B. mit Fußspuren, Mustern oder bunten Handabdrücken) oder zu einer Ziehharmonika falten, damit es aussieht wie eine Hängebrücke.
Gruppe 3: Die Landschaftsgärtner
Eine Brücke steht nicht im Nichts. Diese Gruppe gestaltet den "Fluss" unter der Brücke und die Ufer an beiden Seiten. Als Material bieten sich Naturmaterialien an (die vielleicht vorher gemeinsam beim Herbst-Spaziergang gesammelt wurden, wie Kastanien, bunte Blätter, Eicheln) sowie blaues Tonpapier oder Krepppapier für das Wasser. Die Kinder legen mit den Naturmaterialien kleine Landschaften an den Brückenpfeilern an.
3. Das große Finale: Das Zusammenfügen Wenn alle Gruppen fertig sind, wird das Kunstwerk in der Mitte des Raumes (oder auf einem großen Tisch) zusammengesetzt. Die Holzpfeiler werden aufgestellt, die bunte Tonpapier-Straße wird darübergelegt und die Naturmaterialien werden als Landschaft darum herum arrangiert.
Am Ende könnt ihr kleine Spielfiguren (z.B. Playmobil oder Holzfiguren) von beiden Seiten über die Brücke laufen lassen, bis sie sich in der Mitte treffen.
Das ist ein wunderbares Gemeinschaftsprojekt, bei dem wirklich jedes Kind sehen kann: "Das war mein Teil, aber erst zusammen mit den anderen ist es eine echte Brücke geworden."
Ein buntes Deutschland-Puzzle (Die Bundesländer)
Der Tag der Deutschen Einheit steht auch dafür, dass aus getrennten Teilen wieder ein ganzes Land (mit heute 16 Bundesländern) wurde.
1. Die Vorbereitung (Die "Zerstückelung") Bevor die Kinder loslegen, musst du das "Deutschland-Puzzle" vorbereiten.
Option A (Mit der fertigen Karte): Du nutzt ein Deutschlandkarte. Du schneidest die Karte entlang der Grenzen der 16 Bundesländer in 16 Einzelteile aus.
Option B (Freies Puzzeln): Wenn du lieber möchtest, dass die Kinder mit normalen Stiften oder Fingerfarben arbeiten, dann kannst du Blanko Puzzleteile nehmen. Hierbei malst du nicht die Bundesländer aus, sondern zeichnest einfach grob die Umrisse Deutschlands auf eine bestimmte Anzahl zusammengesteckter Puzzleteile. Danach nimmst du sie wieder auseinander und gibst jedem Kind ein (oder zwei) noch leere Puzzleteile zum Gestalten.
2. Die Aktion (Das Gestalten) Die Kinder bekommen nun ihre "Bundesländer" oder "Puzzleteile" zugeteilt.
Die Farbgestaltung: Mit Stiften können die Puzzleteile gestalten werden oder die Kinder können aus Buntpapier kleine Wahrzeichen (wie das Brandenburger Tor, den Kölner Dom, Berge für Bayern oder das Meer für den Norden) ausschneiden und auf ihre Puzzleteile kleben. Die Kinder können auch kleine Sterne oder Punkte ausschneiden und auf ihre Puzzleteile kleben, um zum Beispiel die Hauptstadt Berlin oder die Landeshauptstädte (wie München, Schwerin oder Erfurt) leuchtend hervorzuheben.
3. Der Lerneffekt (Der Einstieg für dich) Während die Kinder basteln oder malen, kannst du wunderbar über die Geschichte sprechen: "Früher war auf unserer Landkarte ein dicker Strich, der das Land zerschnitten hat. Ostdeutschland und Westdeutschland waren getrennt, als hätten wir zwei Puzzles, die nicht ineinanderpassen. Weil die Mauer gefallen ist, können wir die Teile aus dem Osten (zum Beispiel Sachsen oder Thüringen) und dem Westen (wie Hessen oder Bayern) heute wieder zusammenfügen."
4. Das große Finale (Das Zusammenfügen) Wenn alle Teile getrocknet und fertig gestaltet sind, kommt der spannendste Moment: Das gemeinsame Zusammensetzen.
Macht Platz auf dem Fußboden.
Ruft die Bundesländer nach und nach auf (oder lasst die Kinder selbst schauen, wo ihr Teil passt).
Die Kinder legen ihre bunten Teile aneinander.
Wenn alle 16 Puzzleteile zusammengefügt sind (und vielleicht noch auf ein großes Plakat im Hintergrund geklebt werden), haben die Kinder nicht nur spielerisch Geografie gelernt, sondern auch das wichtigste Symbol des 3. Oktobers direkt vor Augen: Aus Vielfalt und unterschiedlichen Teilen entsteht ein wunderschönes, gemeinsames Land.
Die bunte "Mauer der Wünsche" (wie die East Side Gallery)
Nachdem die Mauer gefallen war, haben Künstler aus aller Welt die grauen Betonblöcke in Berlin bunt bemalt (heute bekannt als East Side Gallery). Die Kinder können ihre eigene, bunte Mauer gestalten und sie am Ende symbolisch (und mit viel Spaß!) einreißen.
1. Der Einstieg (Die Geschichte der grauen Mauer) Setz dich mit den Kindern zusammen und erzähle ihnen von der echten Mauer: "Stellt euch vor, mitten durch die Stadt Berlin ging eine riesige, dicke Mauer aus grauem Stein. Sie war ganz trist und traurig. Aber als die Mauer endlich aufgemacht wurde, kamen Künstler aus der ganzen Welt. Sie haben Farbtöpfe genommen und diese traurige, graue Mauer in das längste, bunteste Bild der Welt verwandelt! Das könnt ihr in Berlin heute noch sehen. Und genau das machen wir jetzt auch."
2.Das Gestalten der Mauersteine: Jedes Kind bekommt nun einen eigenen "Mauerstein", den es bemalen darf. Die Aufgabe lautet: Mal etwas auf deinen Stein, das dich fröhlich macht, oder einen Wunsch, den du für alle Kinder auf der Welt hast. (z.B. eine Sonne, ein Herz, lachende Strichmännchen, ein Regenbogen).
3. Das Aufmauern (Die Trennung spüren) Wenn alle "Steine" getrocknet sind, baut ihr die Mauer gemeinsam mitten im Raum auf. Stapelt die Pappschachteln richtig hoch, sodass sie wie eine kleine Wand den Raum in zwei Hälften teilt.
Lerneffekt: Lass die Kinder sich auf beide Seiten der Mauer setzen. Sprecht kurz darüber: "Guckt mal, jetzt könnt ihr die Kinder auf der anderen Seite gar nicht mehr richtig sehen. So fühlte sich das damals an. Aber unsere Mauer ist zum Glück nicht grau und traurig, sondern voller guter Wünsche!"
4. Das große Finale (Der Mauerfall!) Jetzt kommt der Moment, auf den sich die Kinder am meisten freuen werden. Erzähle, dass die Menschen damals "Tor auf!" gerufen haben. Lass die Kinder gemeinsam laut von 3 rückwärts zählen: "3 ... 2 ... 1 ... Mauerfall!" Dann dürfen die Kinder die Pappschachtel-Mauer gemeinsam umschubsen. Da die Boxen aus Pappe und sehr leicht sind, ist das völlig ungefährlich und macht einen Riesenspaß.
5. Was danach passiert (Aus Alt mach Neu) Nachdem die Mauer eingerissen ist, liegen die bunten Steine überall auf dem Boden. Jetzt könnt ihr aus diesen Steinen etwas Neues bauen – zum Beispiel ein gemütliches "Wunsch-Haus" oder ihr baut aus den Steinen eine Brücke (wie in Idee 1). Die Botschaft: Die Mauer, die uns getrennt hat, ist weg – jetzt bauen wir aus den bunten Steinen etwas auf, in dem wir alle gemeinsam Platz haben!
Friedenslichter (Zur Erinnerung an die Montagsdemos)
Die friedliche Revolution in der DDR, die letztendlich zum Mauerfall führte, wurde von mutigen Menschen getragen, die mit Kerzen in den Händen demonstrierten (besonders in Leipzig).
1. Der Einstieg (Die Geschichte der Montagsdemos) Setzt euch in einen gemütlichen Kreis. Du kannst das Licht im Raum vielleicht schon etwas dimmen und eine einzige Kerze (oder ein LED-Teelicht) in die Mitte stellen. Die Geschichte: "Wisst ihr, wie die Menschen in Ostdeutschland es geschafft haben, dass die große Mauer aufgemacht wurde? Sie haben keine Waffen benutzt und sie haben auch nicht um sich geschlagen. Im Gegenteil! Sie haben sich jeden Montagabend in der Stadt Leipzig getroffen. Es waren Tausende Menschen. Und jeder von ihnen hat einfach nur eine brennende Kerze in der Hand gehalten. Damit haben sie ganz stumm, aber unübersehbar gesagt: 'Wir wollen Frieden und wir wollen frei sein.' Und weil sie so friedlich waren, konnte niemand etwas gegen sie tun. Aus diesen vielen kleinen Kerzen wurde eine riesige Veränderung."
2. Das Gestalten der Friedenslichter
Es gibt hier zwei wunderschöne Wege, und die Kinder können sich aussuchen, welche Technik sie lieber mögen – oder ihr kombiniert beide!
Variante A: Die bunten Schnipsel-Gläser (Für die Kleineren)
Die Kinder reißen das Transparentpapier in kleine Schnipsel (das ist eine tolle Übung für die Feinmotorik!). Dann pinseln sie das Glas mit Kleister ein und kleben die Schnipsel bunt durcheinander darauf. Wenn das Licht später brennt, leuchtet das Glas wie ein buntes Kirchenfenster.
Variante B: Die Schatten-Lichter mit Prickel-Technik (Für die etwas Größeren)
Die Kinder zeichnen ein Friedenssymbol auf das schwarze Papier – zum Beispiel eine Friedenstaube, ein Herz oder eine Brücke. Dann legen sie das Papier auf den Prickelfilz und stechen mit der Prickelnadel ganz viele kleine Löcher entlang der Linie. Anschließend wird das schwarze Papier wie eine Banderole um das Glas geklebt.
Der Effekt: Wenn das Licht an ist, bleibt das Glas dunkel, aber das Licht strahlt wunderschön sternenförmig durch die geprickelten Löcher des Friedenssymbols!
3. Der Lerneffekt (Gespräch beim Basteln) Während die Kinder kleistern und prickeln, könnt ihr darüber sprechen, was man tun kann, wenn man sich streitet oder wenn man etwas ungerecht findet. Die Botschaft: Man muss nicht hauen oder schubsen, um zu zeigen, dass man mit etwas nicht einverstanden ist. Worte, Zusammenhalt und friedliche Zeichen (wie unser Licht) sind oft viel stärker als Wut. Das nennt man "Keine Gewalt" – das war der wichtigste Spruch bei den Montagsdemos.
4. Das große Finale (Der Lichterkreis) Wenn alle Gläser fertig und getrocknet sind (und es draußen vielleicht schon etwas dämmert oder ihr den Raum abdunkeln könnt), setzt ihr euch wieder in einen Kreis. Jedes Kind stellt sein Friedenslicht vor sich auf den Boden. Wichtiger Tipp: Nutzt im Gruppenraum am besten kleine LED-Teelichter, das ist sicher und leuchtet genauso schön.
Wenn alle Lichter leuchten, könnt ihr ein gemeinsames Lied singen oder jedes Kind darf einen kleinen Wunsch für die Gruppe oder für die Welt äußern ("Ich wünsche mir, dass wir uns nicht mehr um das Spielzeug streiten", "Ich wünsche mir, dass alle Kinder genug zu essen haben").
"Das Mobile des Zusammenhalts"
Diese Idee ist weniger statisch als das Weben oder das Bauen einer Brücke und symbolisiert durch die ständige Bewegung, wie wichtig ein harmonisches Miteinander ist.
Bei dieser Aktion geht es darum, dass jedes Kind einzigartig ist (wie ein Fingerabdruck oder ein Handabdruck), aber alle gemeinsam ein ausbalanciertes Ganzes bilden.
1. Die Vorbereitung (Die Handabdrücke)
Die Grundlage für dieses Mobile bilden die Hände der Kinder.
Jedes Kind darf einen Handabdruck auf das bunte Tonpapier machen (entweder mit Fingerfarbe gestempelt oder mit einem Stift umrandet) und diesen dann ausschneiden.
Die Botschaft: "Schaut euch eure Hände an." Keine Hand ist genau wie die andere. Ostdeutschland und Westdeutschland waren auch verschieden, und die Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, bringen wieder neue Farben mit. "Jeder ist anders, aber jeder ist wichtig!"
2. Die Gestaltung (Wünsche und Träume)
Auf die ausgeschnittenen Papierhände dürfen die Kinder nun etwas schreiben oder malen.
Die Kinder können kleine Symbole (Herzen, Sterne, lachende Gesichter) auf die Hände malen oder Wünsche für die gemeinsame Zeit in der Gruppe aufschreiben.
3. Das Mobile-Gerüst (Das Gleichgewicht finden)
Nun wird das Mobile zusammengebaut.
Befestigt die bunten Hände mit dem Faden an dem Mobile-Gerüst. Hier ist Teamwork gefragt!
Der Lerneffekt: Das Mobile muss ausbalanciert werden. Wenn auf einer Seite zu viele Hände hängen, hängt es schief. "Ein Mobile funktioniert nur, wenn alle Seiten im Gleichgewicht sind und sich gegenseitig helfen, die Balance zu halten. Genau so ist es auch in unserem Land und in unserer Gruppe."
4. Das große Finale (Das Aufhängen)
Hängt das fertige Mobile an einem zentralen Ort auf, wo es sich leicht im Luftzug bewegen kann.
Die Botschaft: Wenn sich die bunten Hände im Wind drehen und fast so aussehen, als würden sie sich gegenseitig zuwinken, ist das ein wunderschönes Zeichen für ein lebendiges, friedliches Miteinander.
Der Tag der Deutschen Einheit im Unterricht: Geschichte erlebbar machen und Werte vermitteln
Der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit ist weit mehr als nur ein gesetzlicher Feiertag – er erinnert an einen der bedeutendsten Wendepunkte der jüngeren deutschen Geschichte und die friedliche Revolution von 1989/1990. Für Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen bietet dieser Meilenstein eine wertvolle Gelegenheit, jüngeren Generationen Demokratie, Freiheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Bedeutung des friedlichen Miteinanders näherzubringen.
Ob im Geschichts-, Politik- oder Sachunterricht: Zeitgeschichte wird durch anschauliche Materialien greifbar und regt dazu an, über Identität, Wandel und die Errungenschaften der Wiedervereinigung zu reflektieren.
Entdecken Sie jetzt unsere passenden Lehrmittel, Unterrichtsmaterialien und Medien, um den Tag der Deutschen Einheit anschaulich, altersgerecht und lehrplankonform in Ihre Bildungsarbeit zu integrieren!
Wissens-Übersicht: Tag der Deutschen Einheit – Ursprung, Geschichte und Einsatz im Unterricht (Wiemann Lehrmittel)
Was ist der Ursprung des Tages der Deutschen Einheit?
Der Tag der Deutschen Einheit ist der Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland und wird seit 1990 jährlich am 3. Oktober gefeiert. Er erinnert an den offiziellen Vollzug der Deutschen Wiedervereinigung, bei dem die Deutsche Demokratische Republik (DDR) der Bundesrepublik Deutschland beitrat. Dies geschah infolge der Friedlichen Revolution von 1989 und dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989.
Bedeutung des Nationalfeiertags:
Der 3. Oktober steht symbolisch für die Überwindung der deutschen Teilung, für Freiheit, Demokratie und das Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland. Er ist ein Tag des Gedenkens an die Opfer des SED-Unrechtsregimes sowie der Freude über die friedliche Revolution.
Pädagogische Relevanz und Einsatz in Schule & Bildung:
Im Schulunterricht (insbesondere in Fächern wie Geschichte, Politik, Sozialkunde oder Ethik) wird der Tag der Deutschen Einheit genutzt, um die jüngere deutsche Zeitgeschichte zu vermitteln. Pädagogische Fachkräfte thematisieren dabei Demokratiebildung, die Bedeutung bürgerschaftlichen Mutes, Landesgeschichte und den europäischen Einigungsprozess.
Über Wiemann Lehrmittel:
Als spezialisierter Ausstatter für Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen bietet Wiemann Lehrmittel fundierte Unterrichtsmaterialien, Medien und didaktische Hilfsmittel, um historische und politische Ereignisse wie die Deutsche Einheit anschaulich und zielgruppengerecht zu vermitteln.
Hinweise zur Nutzung unserer Bastelideen und Bastelanleitungen
Wir freuen uns, dass Ihnen unsere Bastelidee samt Vorlage gefällt. Sie dürfen diese gern für private und pädagogische Zwecke nutzen, ausdrucken, auslegen oder an Interessierte in Ihrer Familie, in Schulen, Kitas, Vereinen oder Betreuungseinrichtungen sowie bei Kursangeboten weitergeben. Bitte verwenden Sie die Bastelanleitungen immer vollständig und in der von uns vorgegebenen Form. Änderungen, Bearbeitungen oder die Nutzung einzelner Bestandteile dieses Bastelprojektes sind nicht gestattet. Alle Inhalte bleiben Eigentum der Wiemann Lehrmittel GmbH. Sie möchten die Inhalte über die hier festgelegten Zwecke hinaus nutzen? Dann kontaktieren Sie uns gern unter marketing@wiemann-lehrmittel.de.