Die Spaltenkreuzspinne

Die Spaltenkreuzspinne ist eine Webspinne, fängt ihre Beute also in einem gewebten Netz. Weiter gehört sie zur Art der Echten Radnetzspinnen. Ihr Lebensraum ist ursprünglich unter Rinden, vor allem unter der losen Rinde stehenden Totholzes in freier Natur. In Dörfern und Städten dagegen findet man die Spaltenkreuzspinne vor allem an Zäunen oder in Spalten und Ritzen von Häusern und Fassaden. Vom Lebensraum in Spalten leitet sich auch der Name dieser Spinnenart ab.

Wie die bekanntere Gartenkreuzspinne weist die Spaltenkreuzspinne eine ähnliche Größe auf. Bei den Spaltenkreuzspinnen gibt es dabei einen sogenannten Geschlechtsdimorphismus. Das bedeutet, dass die Spaltenkreuzspinnenweibchen größer sind als die Männchen. Weibchen weisen Körperlängen von etwa 13 bis 16 Millimetern, Männchen dagegen nur 7 bis 11 Millimeter Körperlänge auf.

Spaltenkreuzspinnen sind in der Grundfärbung rotbraun bis schwarzbraun mit dunkelbraunen Beinen und einer charakteristischen Blattzeichnung auf dem Hinterleib. Diese Blattzeichnung ist zudem bei vielen Exemplaren hell umrandet.

Ihre Netze spinnt die Spaltenkreuzspinne dabei in sogenannter exzentrischer Form. Das heißt, der Mittelpunkt des Netzrades ist dabei zum Unterschlupf der Spinne hin verschoben. Spaltenkreuzspinnen weben dabei im Vergleich zu anderen Arten verhältnismäßig große Netze von mindestens 45 bis zu 70 Zentimetern im Durchmesser. Die Spinne bleibt tagsüber in der Regel in ihrem Versteck. Erst nach Einbruch der Dunkelheit begibt sie sich in die Mitte ihres Netzes. Wie viele andere Spinnenarten auch, ernährt die Spaltenkreuzspinne sich von in ihrem Netz gefangenen Insekten.

Die Spaltenkreuzspinne ist in ganz Europa und darüber hinaus bis Nordafrika und ins westliche Asien verbreitet. Durch ihre häufige Verbreitung gilt die Spaltenkreuzspinne, zumindest in Mitteleuropa, nicht als gefährdete Art.

Gerhard Huber

Gerhard Huber

Gerhard Huber, geboren 1971 in Straubing, entdeckte dank der schier unerschöpflichen Bücherkiste seiner Großmutter früh die Leidenschaft zur Literatur und zum Schreiben.
Der gelernte Versicherungskaufmann und studierte Religionswissenschaftler und Germanist lebt seit 2007 in Worms.
Gerhard Huber veröffentlichte als Autor Geschichten in Anthologien oder im Rahmen der PERRY RHODAN-Serie und ist im journalistischen Bereich als Online-Redakteur und Rezensent für das Internetportal »Menschen International« tätig, vorwiegend zu den Themen Reiseliteratur und »literarische Reise«.

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